7" Rezension

Jenny And The Steady Go’s – Sweet Nothin’s

Ich hab es endlich getan und mir einen neuen Plattenspieler angeschafft! Juhu! Nachdem damals eine meiner Kätzchen den alten zerlegt haben, ist verwunderlicherweise kurz darauf mein zweiter 7zoller zur Rezension eingetroffen. Nach mehrmaligen Vertrösten des Absenders (Bassist Johnny Lambrusco) ist es endlich soweit, ich darf ihre Platte auseinandernehmen 🙂
Das Cover vermittelt sofort, wo die Reise hingeht, Gretsch-Semi-Akustik-Klampfe, erdige Farben und Bandname nach der Struktur ‚Bandleader(in) & The Backing Band‘, passt, irgend so was Rock’n’Rolliges! Mission erfüllt, setzen, anhören!
Hatte die schon mehrfach zum Auflegen dabei, damit ich mal reinhören kann und die B-Seite „Just a walkin'“ entpuppte sich als fetzige Midtempo-Rockabilly-Nummer, die getrost auch in ein 50’s-Set untergemogelt werden kann, wenn noch nicht so viele Puristen-Teds da sind. Man sollte halt etwas am Sound schrauben, da das doch noch etwas zu modern und clean klingt. Wenn das Teil massiv runtergenudelt ist, ordentlich kratzt, dann fällts auch dem besoffnen Billy nicht mehr auf 🙂
Als ich damals die A-Seite das erste Mal hörte, hat bei mir sofort die Detroit-Cobras-Schelle geklingelt, was getrost auf Sängerin Jenny zurückzuführen ist. Musikalisch ist das natürlich auch ähnlich, bloß eben, wie schon erwähnt, cleaner. Smoothe Detroit Cobras auf Doo Wop sozusagen.
Alles in allem muss ich aber sagen, dass ich solche Bands lieber live anschaue, als mir auf den Plattenteller zu legen, da sind mir die Orignale zu unerreichbar, dass da was wirklich eigenständiges draus wird.

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