7" Gastbeitrag Rezension

Broilers – Ich will hier nicht sein

Broilers – Ich will hier nicht sein

Broilers – Ich will hier nicht sein

Endlich mal wieder ein Gastbeitrag! Dieses Mal von Klaus Klausewitz, 1000 Dank Kläuschen!!!

Auch die Broilers bringen ihre Musik auf Vinyl raus, wie viele heutzutage. Doch Ist dies schon die zweite Single, die zweite 7“ von diesem Album. Die Single „ich will hier nicht sein“ fiel schon auf dem Album auf. Nachdem man es zwei/dreimal gehört hat, ist einem sofort die Thematik klar. Mit dem neuen Video kommt man auch ohne genaues Hinhören auf die Problematik, jedoch besteht der Spaß an den Broilers auch darin den Inhalt zu ergreifen und zu verstehen. Wobei das Video auf jeden Fall auch angeschaut werden sollte! Und auch die Sache und nicht die reine musikalische Leistung war der Beweggrund der Broilers diese Single auszukoppeln. In einer Zeit in der immer mehr Menschen Asyl suchen und immer mehr gegen Asyl suchende Menschen in ihrer Umgebung sind wollten die Broilers mit ihrem Lied klar machen, dass diese Schutzsuchenden nicht freiwillig ohne jegliches Hab und Gut ihre Heimat verlassen um sich in eine ungewohnten Umgebung voller Misstrauen zu wagen. Allein die Reise birgt hohes Risiko. Sie haben um sich und um ihre Gesundheit eine größere Angst wenn sie bleiben als in der Fremde.
Nachdem sie ihre Identität und Heimat verloren haben, jegliches Wissen und die Bildung unnütz erklärt wurden, erfahren sie noch „Ich mag dich sehr, aber nicht hier“.
Die B Seite ist für all diejenigen interessant, die die etwas härtere Gangart der Broilers vermisst haben. Manch einer würde sagen, diese 2 Titel hätten dem Noir Album gut gestanden. Ich mag beide, musikalisch wie auch inhaltlich.
„An die Verlorenen“ ist guter Punk Rock, etwas dunkel angehaucht. Es soll ein Wachruf an all diejenigen sein die sich über alles beschweren, dass es ihnen nur schlecht geht. Jedoch ihren Arsch nicht hoch bekommen um für Besserung zu kämpfen, lieber darauf warten das es besser wird.
Den Abschluss der 7“ Scheibe gibt „Ende in Tränen“. In der ersten Strophe wird schon der Vergleich mit Falling Down gezogen und der passt, der Film war wohl der geistige Vater des Textes. Musikalisch sind wir wieder bei Punk Rock, jedoch scheint die Grundstimmung heller, freundlicher als die der 2 anderen Lieder der Platte.

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