Da ich ja nun persönlich wirklich nichts mit dem Weihnachtstrubel anfangen kann, werden natürlich 7zoller zum Fest der Liebe mitten im Hochsommer besprochen. Vorzugsweise Platten mit kritischen Content dazu.
Passend hierzu die bis dato mir einzig bekannte Veröffentlichung von NOFX zu dem Thema. Das hat aber auch den Hintergrund, dass Sänger Fat Mike Burkett jüdische Wurzeln, die Band eher zum Atheismus neigt und somit sowieso keinen wirklichen Bezug zum dicken roten Mann hat.
Der Titelsong ist aber auch nicht unbedingt ein Anti-Christmas-Song an sich, sondern geht eher gegen das ganze Trara drumherum. Da wird von nicht mehr vorhandenen bunten Lichtern, Geschenken unter toten Bäumen oder Einkaufsbummeln gesungen und dass das jetzt das letzte Weihnachten ever war.
Auch die anderen ähem steifen Religionen bekommen ihr Fett weg. Jesuiten werden Dianetiker (Scientologen?) oder Protestanten werden Agnostiker und die meisten wollen Juden werden, weil Ostern auch abgesagt ist. Haha, ich find das komisch 🙂
Nunja, Punksongs gegen den Weihnachtsmann gibt’s ja eigentlich zu Hauf, auch musikalisch ist da jetzt NOFX keine Innovation des üblichen schnellen MelodicPunk gelungen. Ich finde aber, das Lied hat ne fette Hookline, die schön ins Ohr geht. Das Video ist auch ganz ansehnlich. Das haben die da eben drauf, schon seit 30 Jahren!
Auf der Flip noch ganz okaye B-Seiten. Passend zum Xmas-Thema „New Years Revolution“ über die Überbewertung des Silvesterkults und der dritte Song über Punk im Alter: „So call me fat fuck, geriatric Punk … Shit faced, master of disgrace.“ Im klassischen Cali-Punk-NOFX-Gewand.
